Die wfg treibt den Ausbau aktiv voran.

Breitband.

Breitbandversorgung

Hier finden Sie wichtige Informationen und Antworten zum Breitbandausbau.

Förderfähig sind Gebiete, in denen folgende Bedingungen erfüllt sein müssen:

  • Gebiete mit einer aktuellen Versorgung von unter 30 Mbit/s im Download
  • Gebiete in denen kein privatwirtschaftlicher Eigenausbau angekündigt ist
  • Gebiete die nicht im Nahbereich der Hauptverteiler der Telekom liegen
  • Gebiete die nicht in einer Einzellage liegen

Zur Klärung dieser Fragen gibt es ein vorgeschriebenes Verfahren, die sogenannte Markterkundung. Hier müssen die verschiedenen Telekommunikationsunternehmen Angaben zur bestehenden und zur geplanten Versorgung machen. Ein Ergebnis der Datenauswertung kann sein, dass die Grenze zwischen einem weißen Fleck und einem „versorgten“ Haushalt genau zwischen zwei Nachbarn verläuft. Demnach gibt es im Kreisgebiet 110 weiße Flecken mit 10.071 unterversorgten Haushalten bzw. Gewerbebetrieben. Für den Anschluss aller Haushalte haben die Fördermittel von Bund und Land aufgrund der Siedlungsstruktur und der damit verbundenen immensen Investitionskosten nicht ausgereicht.

Für die übrig gebliebenen unterversorgten Gebiete mit vier Prozent der Haushalte verfolgt der Kreis Soest zwei Ansätze, um auch hier die Situation zu verbessern:

  • Privatwirtschaftlichen Ausbau forcieren – Der Kreis hat Gespräche mit innogy geführt, wie nach dem jetzt anlaufenden Ausbau weitere Haushalte an das Glasfasernetz angebunden werden können. Aber auch mit anderen Anbietern ist der Kreis im Gespräch. Eine Endscheidung zum Bau obliegt den privaten Unternehmen.
  • Aktuelle Förderlandschaft beobachten – die neue Bundesregierung hat jetzt weitere Förderprogramme auf den Weg gebracht, mit deren Hilfe genau diese Einzellagen im Kreis Soest angeschlossen werden können. Die dafür notwendige Markterkundung ist angestoßen. Nach der Datenauswertung wird der Kreis Soest das Ergebnis den Kommunen vorstellen und geht davon aus, dass wir uns anschließend wieder mit einem gemeinsamen kreisweiten Antrag am Förderverfahren beteiligen.
  • Der Glasfaser-Hausanschluss wird bis zum Anschlusspunkt kostenlos ins Haus gelegt, wenn Sie sich vor Beginn der Bauphase (Stichtag wird jeweils kommuniziert) für einen Glasfaser-Hausanschluss entscheiden. Einzige Voraussetzung für die Errichtung ist die Zustimmung des Grundstückseigentümers (Nutzungsvereinbarung). Diese ist unabhängig von einer Produktbestellung.
  • Bei späterer Entscheidung ist der Glasfaser-Hausanschluss kostenpflichtig, weil damit ein nachträglicher zusätzlicher Aufwand verbunden ist. Bei einer Rohrgrabenlänge bis 30 Meter fällt ein Baukostenzuschuss von 1.243,55 Euro an. Bei einer Länge bis 50 Meter beträgt dieser 1.547 Euro. Hinzu kommt eine Aktivierungsgebühr in Höhe von 398,65 Euro.

Im ersten Schritt muss der Ausbau erfolgt sein. Um den eingerichteten Glasfaser-Hausanschluss anschließend vollumfänglich nutzen zu können, muss ein Vertrag mit einem Telekommunikationsunternehmen geschlossen werden – dies kann innogy sein, aber auch jedes andere Unternehmen, das die Leitungen der innogy anmieten möchte. Die Förderregularien verlangen, dass das gebaute Glasfasernetz für andere Anbieter offen ist. Interessierte Telekommunikationsunternehmen müssen dazu mit innogy als Netzbetreiber das Gespräch suchen und entsprechende Vereinbarungen abschließen.

Ja, es wird Infoveranstaltungen geben. Die genauen Termine werden abhängig vom Baufortschritt noch bekannt gegeben.

  1. Mittels eines europaweiten Breitband-Ausschreibungsverfahrens hat der Kreis Soest die innogy TelNet GmbH ausgewählt, ein Glasfasernetz in den förderfähigen Bereichen zu errichten. Die innogy TelNet baut im Kreis Soest mit seinem Tochterunternehmen Westnetz GmbH das geförderte Glasfasernetz auf. Dieses Glasfasernetz ist diskriminierungsfrei – das heißt, dass jeder Anbieter, der auf dem Netz anbieten möchte, dies auch tun kann, wenn er mit der innogy TelNet die notwendigen vertraglichen und prozessualen Voraussetzungen dafür geschaffen hat. Der Fachbegriff dafür lautet „Open Access“ und ist eine Bedingung bei staatlich geförderten Ausbauprojekten.

    Sofern diese Voraussetzungen gegeben sind, können verschiedene Anbieter ihre Glasfaser-Internetprodukte über dieses Netz vertreiben. Der Endkunde kann dann zwischen den verschiedenen Anbietern, die sich für dieses Glasfaser-Netz haben freischalten lassen, frei wählen.

    Aktuelle Anbieter:

    Sobald neue Anbieter auf das Netz kommen, wird die Liste hier vervollständigt.

Der Kreis Soest hat stellvertretend und in Kooperation mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden beim geförderten Breitband-Ausbau auf zukunftsfähige Glasfaser gesetzt und ist damit Pilotregion für Südwestfalen. Hierbei wird die Glasfaser durchgängig bis in jedes Haus verlegt. Die Technologie nennt sich FTTB (Fiber to the Building). Solche Glasfasernetze gelten trotz höherer Baukosten langfristig als die langlebigste, leistungsfähigste und volkswirtschaftlich vernünftigste Variante eines nachhaltigen Netzausbaus. Zum Bau dieses zukunftssicheren Glasfasernetzes werden umfangreiche Tiefbaumaßnahmen vorgenommen und rund 625 Kilometer Glasfaserkabel in neuen oder vorhandenen Trassen verlegt. Weiterhin werden rund 200 Verteiler neu aufgestellt. Nach Abschluss der Arbeiten werden 10.071 Haushalte mehr im Kreis Soest einen schnellen Internetanschluss haben.

Sollten Sie einen Vertrag bei einem einem anderen Anbieter haben, können Sie sich dennoch einen Glasfaser-Internettarif bestellen. Der Anschluss wird erst dann aktiv, wenn die Vertragslaufzeit beim bestehenden Anbieter ausgelaufen ist. Erst dann beziehen Sie das neue Glasfaser-Produkt. Es fallen also keine doppelten monatlichen Kosten an. Voraussetzung hierfür ist ein ausgefüllter Anbieterwechselauftrag.

Der Kreis Soest hat den Zuschlag für die Förderung des Breitbandausbaus in der Höhe von bis zu 30 Mio. Euro von Bund und Land erhalten.

Darauf folgte eine europaweite Ausschreibung, um einen Betreiber zu finden, der alle unterversorgten Bereiche im Kreisgebiet mit schnellem Internet versorgen kann. Die unterversorgten Bereiche werden so zukünftig mit mindestens 50 Mbit/s versorgt, in vielen Fällen sogar deutlich besser. Der Betreiber soll eine zukunftssichere Glasfaserversorgung bis in jedes Haus anbieten – „Fiber to the Building“ (FTTB), damit wir im Kreis Soest für die digitale Zukunft vorbereitet sind. Über Glasfaser sind sehr hohe Datenraten von 1 GBit/s und mehr möglich.

Wirtschaftliches Wachstum setzt eine hochleistungsfähige Breitbandinfrastruktur voraus. Um diese Next-Generation-Access-Infrastrukturen (NGA) erfolgreich im ländlichen Raum zu initiieren und aufzubauen, treibt der Kreis Soest mit der wfg den Breitbandausbau aktiv voran.

Sie wollen wissen, welche Versorgung an Ihrem Standort möglich ist?

Weitere Informationen zu übergeordneten Fragen finden Sie hier:

Mehr über den Weg zum Ausbau erfahren Sie in unserem Download-Dokument:

Wir informieren Sie gerne über die Breitbandversorgung im Kreis Soest.

Christoph Hellmann

Breitbandkoordinator

02921 30-3494
christoph.hellmann@kreis-soest.de